Tierkommunikation

Nachdem ich nun mein viertes Buch mit dem Titel "Wie Pferde sterben" geschrieben habe, lernte ich Friedericke Partsch kennen, u.a. eine Tierkommunikatorin. Ich habe sie mit einigen meiner Pferde sprechen lassen und möchte euch hier ein paar der Fragen, die wir meinen und den Pferden meiner Töchter gestellt haben und deren sehr persönliche Antworten zeigen. 

Hygmind, Rappe-Islandstute, postum:

 

Was war dein größter Traum oder Wunsch hier bei uns?

Hygmind: Selbstbestimmt sterben zu dürfen war mein größter Wunsch,  der mir ja glücklicherweise erfüllt wurde. Mein zweiter Wunsch war es, frei zu sein. Auch diesen habt ihr mir erfüllt.

 

Lotta, Falbe-Islandpferd

 

Als du zu uns kamst, sagte man uns, du hast caushing. Und du hast mehrere Jahre Tabletten dagegen bekommen. Da ich Tieren keine solchen Dinge gebe, bist du nun seit 9 Monaten ohne Medikamente bei uns. Meinst du, du bräuchtest Medikamente?

Lotta: Nein, definitiv nicht.

 

Es macht uns und den Kindern viel Spaß, dich zu reiten.  Macht dir das auch Spaß?

Lotta: Kommt darauf an, wer auf mir reitet. Manche Kinder sind mir ehrlich gesagt auch zu anstrengend. Die haben so eine grosse Last zu tragen, das macht mich dann immer so traurig.

 

 

Thokki, unser Chef-Wallach:

 

Ihr bekommt jeden Tag, auch im Sommer, Heu von uns . Zusätzlich geht ihr auf eure Wiese. Auf eurer Weide wächst auch eine Giftpflanze, Wasserkreuzkraut, esst ihr davon oder wissr, bzw.merkt ihr, das ihr davon nicht essen dürft? Das sie euch krank machen würde?

Thokki: Natürlich wissen wir das. Wir sind Wildpferde, hast du das vergessen? Wir essen nichts, was uns krank macht.

 

 

Kendy, unsere gescheckte Stute:

 

Fühlst du dich wohl?

Kendy: Ja sehr,  ich genieße jeden Tag aufs Neue und freue mich, wenn ich andere glücklich machen kann.

 

Wie muss derjenige sein, oder welche Seins- und/ oder Tun-Stärken sollte derjenige haben, der auf dir reitet?

Kendy: Mir kommt es immer auf das Wesen der einzelnen Menschen an. Ich mag  Menschen, die Weitsicht und Verständnis mitbringen. Starre und Bosheit, Argwohn, Wut, sowas mag ich nicht. Das stört meinen Energiefluss. Am liebsten mag ich eigentlich doch Kinder, die sind noch sehr offen, frei und wild in ihren Gedanken und lassen sich mit mir mitziehen und in den Bann der Freiheit und Geborgenheit einmummeln. Erwachsene sind ok aber leider meist schon sehr schwierig und haben keinen Zugang zu ihrem Inneren, das macht das ganze viel schwerer und mühsamer für mich. Ich mag das nicht mehr so in neinem Alter. Ich mag Leichtigkeit und Freude spüren. Der Mensch muss die Führung an mich abgeben können. 

 

Wie bist du denn, Kendy?

Kendy: Ich bin wild und frei, weise und voller Tatendrang, den Menschen ihren Weg zu zeigen ohne Zwang und Eile. Alles was ich von ihnen verlange, ist Respekt und Vertrauen. 

 

Magst du uns etwas zum Thema Mütterlichkeit sagen?

Kendy: Hmm... ich bin mir nicht sicher,  ob mir das zusteht zu sagen. 

 

Du kannst offen und frei mit mir sprechen ohne das irgendjemand das verurteilt.

Kendy: Ok. Dann habe ich etwas zu sagen. Achtet mehr auf eure Kinder.  Sie nehmen alles direkt in ihr Herz auf, sie sind kleine Schätze und man kann sie so schnell kaputt machen und zerstören. Macht das nicht, bitte. Ich habe schon so viele zerstörte kleine Kinder gesehen,  das macht mich oft sehr traurig. Seid lieb zueinander und achtet und schätzt eure Kinder jeden Tag aufs Neue.  Sie brauchen Schutz und Zuwendung und vorallem eure ganze einfache, aufrichtige und ehrliche Liebe. 

 

 

Magst du etwas sagen zu unserem Verhältnis untereinander, bzw. von euch Pferden, den Pflanzen,  dem Platz und allen Wesen, die hier mit uns sind?

Kendy: Wir Pferde leben in Herden. Es gibt immer einen Chef und eine starke Frau in jeder Herde. Wir wachen über den Rest und beschützen sie. Das ist unser Job. Wir ehren und achten einander und haben vorallem Respekt.  Das ist das Wichtigste. Jeder kann etwas anderes und ist anders, das respektieren wir und das ist auch gut so wie es ist. Nur so funktioniert eine Gemeinschaft.  Achten und Ehren. Wir achten und ehren alle Pflanzen und Wesen auf dieser Erde und überall in unserem Kosmos. Das ist das Gesetz. Nur so ist ein friedliches und wertvolles Miteinander möglich. Ich bedanke mich täglich für die Vielfalt,  die mir geboten wird und freue mich an jeder Blume und an jedem Grashalm,  den ich sehe. Da müsst ihr Menschen leider noch Vieles wieder erlernen.

 

Wie gefällt dir bzw. Euch der Platz auf dem ihr lebt?

Kendy: Es ist ein gutes Stück Erde. Wir mögen es hier. Auch wenn es manchmal Streitereien gibt, aber das ist ok. Wir lieben es, hier zu leben. Danke dafür! Und wenn ihr mal ganz genau hinseht, könnt ihr sehen, wieviele Waldgeister und Wassergeister und Feen und Elfen und alle Naturwesen, die es gibt, hier leben. Das ist sooo toll. Ich hoffe sehr für euch, dass ihr sie mal sehen dürft.  Mit dem Herzen könntet ihr das schon, wenn ihr euch darauf einlasst.